Ein virtueller Server kostet fünf Euro im Monat und liefert ein Vielfaches dessen, was ein geteilter Tarif für zehn Euro bietet. Diese Rechnung stimmt – sie ist nur unvollständig.

Was im Preisunterschied steckt

Beim betreuten Hosting bezahlen Sie nicht Rechenleistung, sondern Arbeit:

  • Betriebssystem- und Sicherheitsaktualisierungen, zeitnah
  • Absicherung: Firewall, Zugriffsschutz, Abwehr automatisierter Angriffe
  • Überwachung, die auch nachts jemanden erreicht
  • Sicherung mit getesteter Wiederherstellung
  • Zertifikatsverwaltung

Wer selbst verwaltet, übernimmt diese Liste vollständig. Nicht theoretisch – auch dann, wenn Urlaub ist oder eine Sicherheitslücke am Wochenende bekannt wird.

Die Frage, die entscheidet

Nicht „können wir das“, sondern: Wer macht es, und wie viel Zeit hat diese Person dafür im Kalender?

Wenn die Antwort einen Namen enthält und die Zeit eingeplant ist, ist ein eigener Server wirtschaftlich sinnvoll. Wenn die Antwort „das machen wir nebenbei“ lautet, ist die Ersparnis nur aufgeschoben.

Die Rechnung im Ernstfall

Zehn Euro Ersparnis im Monat sind 360 Euro über drei Jahre. Eine Website, die wegen eines verpassten Updates drei Tage steht, kostet in fast jedem Unternehmen mehr – von der Aufarbeitung eines Einbruchs ganz zu schweigen.

Das ist kein Argument gegen eigene Server. Es ist ein Argument dafür, den Preisunterschied als das zu sehen, was er ist: eine Versicherungsprämie.

Der Zwischenweg

Betreute Server kombinieren beides: die Ressourcen eines eigenen Systems, die Systempflege beim Anbieter. Der Aufpreis gegenüber der Selbstverwaltung ist deutlich, gegenüber dem Ausfallrisiko gering.

Für die meisten mittelständischen Projekte, die aus dem geteilten Hosting herausgewachsen sind, ist das die sachlich richtige Wahl – und die, die am seltensten in Betracht gezogen wird.