Kaum eine Branche arbeitet so konsequent mit Einstiegspreisen wie das Hosting. Das ist nicht verboten, aber es macht den Vergleich auf der Angebotsseite wertlos.

Die Rechnung, die zählt

Nehmen Sie drei Jahre und addieren Sie:

  • einmalige Einrichtungsgebühr
  • Aktionspreis mal Laufzeit der ersten Periode
  • Verlängerungspreis mal restliche Monate
  • Zusatzdomains über das Inklusivkontingent hinaus
  • zusätzliche Postfächer
  • Zertifikate, sofern nicht enthalten
  • Wiederherstellungen, sofern kostenpflichtig

Diese Summe ist vergleichbar. Der Monatspreis auf der Startseite ist es nicht.

Wo die Posten versteckt sind

Der Verlängerungspreis

Steht meist als Fußnote unter der Tariftabelle. Ein Tarif für einen Euro im ersten Jahr und zwölf danach kostet über drei Jahre 276 Euro – ein durchgehender Zehn-Euro-Tarif 360. Erst mit den übrigen Posten wird daraus ein Ergebnis.

Die Einrichtungsgebühr

Bei manchen Anbietern und manchen Tarifen fällt sie an, bei anderen nicht. Sie steht selten prominent und ist beim Vergleich zweier ähnlicher Angebote oft der Unterschied.

Das Inklusivkontingent

„Eine Domain inklusive“ reicht, bis man eine zweite braucht. Dasselbe gilt für Postfächer. Wer weiß, dass er wachsen wird, sollte die Erweiterungspreise vorher ansehen – sie sind pro Einheit oft unverhältnismäßig.

Was Flexibilität wert ist

Jahresverträge sind günstiger. Trotzdem ist im ersten Jahr die monatliche Kündbarkeit meist die klügere Wahl: Ob Support und Geschwindigkeit im Alltag taugen, zeigt sich erst nach ein paar Monaten – und dann will man wechseln können.

Die Kündigungsfrist gehört in denselben Gedanken. Drei Monate zum Laufzeitende bedeutet, dass die Entscheidung neun Monate nach Vertragsbeginn fällt.

Die Frage, die alles vereinfacht

Was kostet dieser Tarif im vierten Jahr? Wer das nicht in einer Minute auf der Anbieterseite findet, hat die Antwort auf die Preistransparenz bereits bekommen.