Der eigentliche Datentransfer ist bei einem Hosting-Umzug der einfachste Teil. Was schiefgeht, geht an zwei anderen Stellen schief.

Die Vorbereitung, ohne die es hakt

Mindestens 48 Stunden vor dem Umzug die Gültigkeitsdauer der DNS-Einträge auf wenige Minuten herabsetzen. Steht sie auf dem üblichen Tageswert, fragen Auflöser weltweit bis zu 24 Stunden lang die alte Adresse ab – und in dieser Zeit landen Besucher und Nachrichten mal hier, mal dort.

Diese eine Einstellung entscheidet darüber, ob die Umstellung Minuten oder Tage braucht.

Die Reihenfolge

  1. Gültigkeitsdauer senken – zwei Tage vorher.
  2. Dateien und Datenbank kopieren – der neue Server läuft parallel, noch ohne Publikum.
  3. Auf dem neuen Server testen – über eine Vorschauadresse oder einen lokalen Eintrag in der Hosts-Datei. Alles durchklicken: Formulare, Anmeldung, Suche, Bezahlvorgang.
  4. Postfächer synchronisieren – nicht einmalig kopieren, sondern abgleichen, damit nachträglich eintreffende Nachrichten mitkommen.
  5. Namensauflösung umstellen – am besten früh am Tag, nicht Freitagnachmittag.
  6. Zwei Wochen beobachten, dann kündigen.

Die Stelle, die am häufigsten übersehen wird

E-Mail. Während der Umstellung sind für kurze Zeit beide Server erreichbar, und Nachrichten verteilen sich auf beide. Wer nur einmal kopiert und dann umstellt, verliert alles, was in der Zwischenzeit beim alten Anbieter eintrifft.

Deshalb: synchronisieren statt kopieren, und den alten Zugang noch zwei Wochen offen halten, um nachzusehen.

Was Sie vorher fragen sollten

  • Bietet der neue Anbieter Umzugshilfe an, und was kostet sie?
  • Können Sie vor der Umstellung über eine Vorschauadresse testen?
  • Gibt es ein Werkzeug zur Postfach-Synchronisierung?
  • Wie lange läuft der alte Vertrag noch, und wann ist die Kündigungsfrist?

Der letzte Punkt entscheidet über den Zeitpunkt. Wer zwei Monate Überlappung bezahlt, weil er die Frist verpasst hat, ärgert sich – aber weniger als jemand, der zu schnell gekündigt hat.